Wohlgeruch in allen Räumen mit Räucherwerk

In vielen Gegenden hat der Brauch, die Häuser und Wohnräume mit aromatischen Räucherwerk zu reinigen, eine lange Geschichte. Bereits in der Antike durchzog der Wohlgeruch von Weihrauch Tempel und Paläste. Im Mittelalter wurde insbesondere nach Seuchen zu  wie Lorbeer, Rosmarin, Wacholder, Lavendel, Engelwurz Räucherwerk oder Eberraute gegriffen, um die Krankheitserreger zu vertreiben.

Räuchern in der Neuzeit

In unserer heutigen, stressigen Zeit wird der Reinigung mit heimischen Räucherwerk immer noch Bedeutung zugemessen. Vor allem in ländlichen Gebieten ist es Brauch nach einer schweren Krankheit, bei Tod oder auch beim Neueinzug in ein Eigenheim zu räuchern.

Das Räuchern mit aromatischen Kräutern dient aber nicht nur der Reinigung, sondern auch der Luftverbesserung. Zu den wichtigsten Kräutern, die heute bei uns verwendet werden, gehören Bergbohnenkraut, Beifuß, Dost, Johanniskraut, Engelwurz, Lavendel, Salbei und Rosmarin.

Grundsätzlich sind alle Arten von Heilkräutern, Hölzern und Harzen zum Räuchern geeignet. Viele der Räucherwerk sind bei näherer Betrachtung, in vielen heimischen Gärten zu finden. Zudem kann man viele Räucherzutaten bei einem schönen Spaziergang durch Wiesen und Wälder sammeln.

Räuchern kein esoterischer Firlefanz

In Richtung Esoterik driftete das Räuchern erst durch fernöstliche Einflüsse und Schamanenpraktiken ab. Im fernen Osten gehört das Räucherritual zur Harmonisierung von Körper und Geist. Insbesondere im Bereich der Meditation kommt es häufig zur Anwendung.

Ähnlich wie bei der Aromatherapie wirken sich die Düfte des Räuchermaterials auf die Gefühlsebene aus. Ein Räucherritual kann entsprechend dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, die Stimmung aufzuhellen, Schlaf- oder Konzentrastionsstörungen zu überwinden und die Genesung bei Krankheit zu unterstützen.

Räucher-Ritual – eine einfache Sache mit großer Wirkung

Moderne Räucher-Liebhaber greifen häufig einfach zu gekauften Räucherkerzen oder Räucherstäbchen. Interessanter und vielfältiger ist das Räuchern allerdings, wenn getrocknete Kräuter selbst gemischt oder als fertige Mischung gekauft verwendet werden.

Optisch schöne Räuchergefäße gibt es in entsprechenden Online-Shops und Geschäften in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen. Für ein kleines Dufterlebnis reicht aber zum Ausprobieren erst einmal ein Stövchen für Tee. Auf das Stövchen muss nur ein Metallsieb mit Räuchergut gelegt werden.

Für Anfänger hat das Stövchen den Vorteil, dass es erst einmal bei einer überschaubaren Rauchentwicklung bleibt. Das Räuchergut darf grundsätzlich nur glühen und nicht brennen, um eine optimale Räucherung zu erzielen.

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